28. November 2006

Psychischer und physischer Marathon

Woran bei einem Umzug alles gedacht werden muss, kann sich nur vorstellen, wer gerade selber umzieht. Was zu einem modernen Einpersonen-Haushalt alles 'gehört' scheint unermesslich. Geschirr für 6-12 Personen, natürlich mindestens ebenso viele Stühle, Tische für's essen, arbeiten, den Garten, den Balkon, die Laube, die Küche.
Erinnerungs-Stücke aus allen Lebens-Epochen, Fasnachts-, Weihnachts-, Oster-Sachen, Zelt und Gummiboot mit allem Drum und dran, ich möchte lieber aufhören daran zu denken.




Ich hoffe, dass meine alten Möbel und Gegenstände, die ich zum Mitnehmen an die Strasse stellte, nun in andern Haushalten nützlich sind.

23. November 2006

Partnerringe von Cecile und Martin



Und wieder hat ein sehr nettes Paar bei mir seine Trau(m)-Ringe selber angefertigt. Wir sind alle Drei stolz, dass dabei ein Paar wunderschöne Ringe entstanden.

9. Oktober 2006

schmucke Werkstatt



Herzlichen Dank für das Lob: Die Teilnehmemerinnen des letzten Kurses (Schmuckwerkstatt in Thun) waren sehr erfreut über mein schönes Atelier.

Das tut gut, denn Gewohnheit macht oft blind. Nach einem Feedback von Aussenstehenden lernt man, die Dinge wieder neu zu sehen.

Trautes Heim



Hingegen ist es mir leidvoll bewusst, was ich an meinem Zuhause habe. Eine wunderschöne, günstige Wohnung am Rebberg in Stadtnähe. Soweit das Auge blickt ist alles ein Genuss, nichts tut weh. In meinen vier Wänden überkommt mich oft ein heimeliges Gefühl. Sind es die Gerüche, Erinnerungen an meine Kindheit bei den Grosseltern?

In 2 Monaten muss ich ausziehen, es wird umgebaut.

Noch habe ich keine neue Wohnung gefunden. Ich bin dran, aber meine Erwartungen sind noch nicht mit dem Angebot vereinbar. Das ist schmerzlich und belastend.

26. September 2006

Engagement




Die beiden Heiratswilligen, Susanna und Arno, feierten ihren zukünftigen, gemeinsamen Weg mit einem Riesenfest. Sie fragten mich, ob ich ihre Hohe Zeit fotografisch dokumentieren möchte. Gerne engagierte ich mich für diese schöne Aufgabe. Besonders gelungen sind die Bilder dank dem Talent des Bräutigams. Er ist Schauspieler und Komiker.

Ein lustiger und lustvoller Tag, der nun für Freunde, Kinder und Enkelkinder mit einer unterhaltsamen, 20 minütigen Diashow verewigt ist.

Vielleicht würde ich auch Ihren Anlass dokumentieren. Fragen darf man ungeniert.

8. September 2006

Der grösste Fehler

Seit meiner Karriere als selbständiger Goldschmied, und das sind schon über 22 Jahre, habe ich noch nie einen so gravierenden Fehler gemacht.... trotzdem, ich fühle mich sattelfest genug, dazu auch öffentlich zu stehen und hier im Blog davon zu erzählen.

Eine gute Kundin, Frau G., brachte mir ein schönes, breites Collier in Gelbgold 750. Sie wünschte, an der Stelle, wo ich früher einen prächtigen Safir für einen andern Schmuck entfernte, einen grossen Lapislazuli in einer neuen Fassung zu montieren. Es soll ein Geschenk für ihre Tochter sein, zum 40-jährigen Geburtstag. Sie brachte noch alten Schmuck, den ich für die Fassung umschmelzen konnte.

Nach ein paar Wochen machte ich mich freudig an die Arbeit, füllte alles Gold aus dem Säckchen mit dem Altgold in die Schmelzschale und fertigte mit dem umgeformten Material eine Fassung für den Stein.

In der folgenden Nacht dachte ich daran, wie ich die Fassung mit dem Collier verbinden würde ... Aber, mit welchem Collier? .... mit dem Collier, das ich am Vortag eingeschmolzen hatte, es war im gleichen Säckchen wie das Altgold !!!

Schock, Schwitz, Jammer, Grübel .... es gab eine lange, ziemlich schlaflose Nacht.

Am Morgen setzte ich die Schmuckbranche in Bewegung, um wieder ein möglichst ähnliches Collier zu finden. Als Anhaltspunkt diente mir ein kurzes Stückchen vom alten Verschluss, den ich nicht eingeschmolzen habe.



Nach langen Recherchen, fand ich etwas Passendes und ich getraute mich, der Kundin anzurufen und ihr mein beschämendes Missgeschick zu gestehen.

Zu meinem Erstaunen reagierte Frau G. auf diese Katastrophe erst mit leisem, ungläubigem, dann lautem Lachen! Mir wurde immer leichter und schon bald hätte ich sie umarmen können.

"Nun aber, Herr Schär, haben Sie eine andere Lösung, um mit dem Lapis einen schönen Schmuck zu machen? Gold haben wir ja, wenn auch nicht mehr in der richtigen Form..."

Ich brauchte nicht lange zu sinnen, schlug ihr vor, mit dem Gold einen handwerklich gestalteten Unikat-Halsschmuck zu fertigen. Sie reagierte sehr flexibel und liess mich das Gesagte in Taten umsetzen.

12 Arbeitsstunden später konnte ich der lieben Kundin das Resultat präsentieren: Ihre Freude war gross und sie war gar nicht traurig, dass es so gekommen ist. Und falls es der Tochter nicht gefallen sollte, dann würde sie es gerne für sich behalten.

Eines Tages werde ich vielleicht erfahren, wer es nun trägt.

21. Juni 2006

Kunden-Kunde



Das anregende, kreative Kundengespräch mit diesem Paar freut mich sehr: Ich darf ihnen Trau(m)-Ringe gestalten, welche ganz meinem Gusto entsprechen. Das ist natürlich nicht immer der Fall, aber fast immer erhalte ich am Schluss ein sehr erfreutes Dankeswort. Ich selbst habe dann zum fertigen Schmuck ein persönliches, liebevolles Gefühl ... und meist auch zu den Kunden!



Nachtrag zum 19.9.2006

Das oben gesagte hat sich sehr zu meiner Freude wieder bewahrheitet. Die beiden Kunden waren total begeistert und ich erinnere mich sehr gerne an die vielen Ausrufe wie 'Super!' und 'so Guet!'. Ich liebe euch!

8. Juni 2006

Coole Projektwoche



Die 8 Schülerinnen und die beiden Schüler des Schulzentrums Noss waren mit den neuen Schmucktechniken problemlos zu begeistern. Die Klassenlehrerin fand es sensationell, als die Anvertrauten sogar in den Pausen weiter sägen, feilen und schmirgeln wollten ...

schmuckkurse.ch

24. Mai 2006

Ein voller Tag



Ein zufriedenes Paar konnte ihre Ringe abholen. Organisch gestaltete, ausdruckstarke Ringe. Mögen sie den beiden Symbole einer lebhaften, immer wieder neuen Liebe sein.





Eher ambivalente Empfindungen hatte eine Kundin bei ihrem wunderschönen Schmuck, den sie von ihrem grosszügigen Ex-Mann geschenkt erhielt. Sie wollte den Schmuck verkaufen. Ich machte ihr ein Angebot und nun warten die Ringe auf eine glückliche, neue Besitzerin. Interesse an einem Schnäppchen?





Zu guter Letzt ein fröhlicher Abend im Fortsetzungskurs mit etwas Süssem, etwas Sprudligem und etwas Knusprigem. Im Vordergrund ein noch nicht ganz fertiges Wunderstück: Ein geschmiedeter Silberring mit verbindender Goldseele.

4. Mai 2006

Hoche Zeit



Das Hochzeitspaar schickte sich mit Humor und Elan in die für sie vorgesehene Aufgabe. Im Arbeiter-Gwändli drückten, schabten und pinselten sie die staubige Ossa-Sepia-Materie. Zum krönenden Schluss konnten die beiden mit viel Selbstvertrauen das spiegelnde, flüssige Silber in die selbst gestaltete Form giessen.

Bald werden sie die fertigen Yin-Yang-Anhänger bei mir abholen. Ich freue mich schon darauf, die gegossenen Glücksbringer gemäss unserer Besprechung zu vollenden.


18. April 2006

Rot und Braun



Und wieder ist eine Thuner-Schmuckwerkstatt zu Ende. Bei den inspirierten und fleissigen Teilnehmenden war Silber in Kombination mit roten und braunen Materialien Trumpf: Plexiglas, Pelz, Kupfer, Bernstein.

Hier ein paar Beispiele:

9. April 2006



Kurz vor meinen Ferien konnte eine zufriedene Kundin Ihren Ring abholen. Sie freut sich darauf, ihn am Wochenende auszuführen, zur Kamelienblühte im Tessin.
Auch ich freue mich... an der gelungenen Arbeit und nicht zuletzt auf meine kommenden Frühlingsferien in der Provence.

28. März 2006

Museumsnacht



Zum dritten Mal besuchte ich
mit 30'000 andern gutgelaunten Nachtschwärmern die farbig beleuchteten Museen Berns. Jedes Mal ein Highlight, diesmal mit Fotoaustellung, Licht-Zauberer, Live-Guss-Künste à la Pfahlbauer, gekonnt vorgetragene Erzählungen, einmal aus Mali und im Ambiente des alpinen Museums gab es gruselige Sagen aus dem Wallis... ich hätte noch lange durch dieses Kultur-Paradies wandeln können.

www.museumsnacht-bern.ch

15. März 2006



Diese Hände gestalten unablässig einen wunderschönen, kleinen Teil dieser Welt. Sie gehören einer Kursteilnehmerin vom vergangenen Wochenende. Im selbstvergessenen Eifer kommt es manchmal vor, dass ein schwungvolles Sägeblättchen, am Ziel vorbei, in die weiche Haut eindringt. Aber so etwas Banales kann den Schöpfungsdrang dieser Hände kaum bremsen.

8. März 2006



Wie sehr ich von meiner 'Kiste' abhänge, zeigten die letzten Ärger- und Zitter-Schlaufen an meinem wackligen PC-System.

Ich sah mich schon mit einer langwierigen Neuistallation konfrontiert, als ich bemerkte, dass die Probleme mit meinem Antivirus-Programm von Steganos zu tun haben könnten. Seit dessen Amputation läuft das Apparätchen wieder so gut, dass es eine helle Freude ist.

Absurd: Das Programm, welches vor Abstürzen schützen sollte, fabriziert sie selbst!!

8. Februar 2006



Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. So auch dieses Beispiel von einer Schlittenfahrt am letzten Sonntag.


Die Kleine wird bestimmt mal eine berühmte Hexe ;-)

An der diesjährigen Thuner Fasnacht bezauberten und inspirierten mich die vielen fantasievoll geschmückte Menschen. Aug und Ohr hätten gerne mehr davon....

www.thuner-fasnacht.ch

31. Januar 2006

Super-Kurs

Rückblick auf ein Wochenende mit sehr engagierten Kursteilnehmenden: Es wurden die verschiedensten Modelle hergestellt und in Ossa Sepia und Sand gegossen.
Dass es dabei manchmal übel nach Verbranntem roch, nahmen wir gerne in Kauf. Die schön geschwungenen Wellen auf der Oberfläche der Sepia-Güsse fasziniert auch mich immer wieder.

Ein Super-,Super-,Super-Kurs, meinte Christian heute am Telefon. Danke, sage ich, und auf Wiedersehen im nächtsten Kurs!

Da hab ich doch einen Montag an der Sonne verdient!


25. Januar 2006


Restaurant Haltenegg, Heiligenschwendi, oberhalb von Thun: Mein (fast geheimer) Tipp für ein genüssliches Mittagessen draussen auf der Terasse, auch im Winter! Und wie das Bild beweist, die Aussicht ist grandios.

www.haltenegg.ch

13. Januar 2006


Ein Bild von letzter Woche. Es erinnert angenehm an 3 Tage voll Inspiration und Motivation. Vielen Dank den Scharfsichtigen.

www.schmuckkurse.ch

Wüstendiamanten

Ein Interessent für einen Partnerringkurs kam vorbei und hat mir seine so genannten Wüstendiamanten gezeigt. Er möchte etwas von den Steinen schleifen lassen und in die geplanten Ringe einbauen. Aber, wie sich herausstellte, brachte er von der Touristen-Exkursion in Saudiarabien nur ganz gewöhnliche Qarzkiesel mit.

Schätze aus 1001 Nacht finde ich spannend, die märchenhaften Bezeichnungen lassen der Fantasie viel Freiraum. Oft aber brennt sie mit uns durch......

Saudi-Arabien


Sonne durchflutet heute mein Atelier. Tut gut, besonders jetzt in der dunkelsten Jahreszeit. Zum Glück werden die Tage wieder länger

12. Januar 2006

Volltreffer

Die heutige Kundschaft kommt mit 2 Kindern:
Ich berate beim Kauf eines Perlencolliers und erwähne, dass ich viel arbeite (schaffe).

Beim Verabschieden nennt mich das Mädchen "Perlen-Peschä" und darauf der 5-jährige Bub "Sali Schaff-Peschä" Ein Volltreffer, über den ich laut lachen kann (auch wenns manchmal zum Weinen ist).





Warum mache ich diesen Blogsinn?




Ich werde hier für mich persönlich meine Gedanken formulieren, Erlebnisse reflektieren, Interessantes dokumentieren und mit Bildern beleben, also einen Blogg erstellen, welcher aus meinem (Schmuck-)Alltag berichtet. Dass ich durch diese Weblog-Einträge auch als Privatperson in Erscheinung trete, ist beabsichtigt.

Ich bin gespannt, wie sich dadurch meine Vernetzung erweitern wird. Ob das bei meiner knappen Freizeit ein Blödsinn ist, wird sich später zeigen.

Ich ermuntere die Leser dieser Zeilen, sich ebenfalls aktiv und somit wahrnehmbar zu beteiligen.