21. Mai 2012

Wieder in der Schweiz

Vor der Reise nach Indien dachte ich, dass ich mich dort sicher manchmal fragen würde, warum ich mir so was zumute, den Dreck, Lärm und Gestank, die Unannehmlichkeiten, die "Zeitverschwendung".

Doch siehe da, ich fühlte mich in Indien von Anfang an wie zuhause und war bezaubert von der Vielseitigkeit des Landes, auch wenn der Abfall und die üblen Gerüche manchmal schmerzten. Die 3 Monate waren ein grosses Geschenk. Es ging mir gut bis sehr gut, abgesehen von ein paar Tagen mit leichtem Fieber. Ich war im Flow, so wie ich es mir erhofft hatte.

Der lange Aufenthalt zu Beginn in Tiruvannamalai bot gute Impulse und Zeit, um anzukommen und um dem Sein auf die Spur zu kommen.

Mooji

Danach erkundigte ich während 2 Wochen Hampi und seine Umgebung, eine Landschaft aus runden Granitfelsen mit einer alten Geschichte, eingebettet zwischen Wüste und Bananenplantagen. Ich war gespannt, wie sich meine Eindrücke von meiner letzten Indienreise vor 35 Jahren relativieren würden. Vieles hat sich seither verändert, und doch war ich sofort wieder fasziniert von den Felsen, den Affen, dem Fluss und entdeckte viel Neues ... auch ich habe mich verändert, und doch bin ich gleich geblieben.

Indien 1977

In den Bergen, der Gegend von Attigundi und Kalasa, habe ich dann während über 3 Wochen kein Bleichgesicht mehr gesehen, die Natur und das angenehmere Klima genossen. Ich erlebte viele schöne Begegnungen mit Indern und das Essen schmeckte prima, so dass mir nichts fehlte. Viel Zeit zu haben ist ein grosses Privileg, sie zu geniessen eine Wonne. Ob ich nun eine Woche länger blieb oder nicht, es spielte keine Rolle.

Früher war ich der "brother", jetzt der "uncle"


Der Abschluss an der Küste, bei Mangalore, Gokarna und Palolem (Goa) war tropisch, easygoing und irritierend, indisch eben.

Schweineleben in Goa

Empfang in Zürich Kloten

Nun befinde ich mich wieder in schweizerischen Dimensionen. Aufreibend zwar, aber der Komfort, das veränderliche Wetter, die Landschaft, die Perfektion haben auch ihren Reiz. Und die Freunde bereiten Freude, die bevorstehenden Kurse und diverse Projekte halten auf Trab. Auch so versuche ich, den lustvollen, gemütlichen Rhythmus weiter zu pflegen.

verschneiter Niesen bei meiner Ankunft in Thun


Für diejenigen, die gerne eine Auswahl der besten Fotos der Reise sehen möchten und an mehr Informationen interessiert sind, werde ich im Sommer einen Indien-Abend organisieren. Wahrscheinlich wird das Klima dann auch dazu passen ;-).
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"reizende" Schweiz

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